Die Weine aus Florenz und der Toskana



Florenz liegt inmitten einer Region, die für ihre berühmten Weine bekannt ist. Ab Mai sind in Florenz die Weinkeller der Weinbauern für Besucher geöffnet. Dann kann man jene Bauern besuchen, die mitunter die bekanntesten Weine der Welt herstellen.


Toskanische Weine


Die Toskana ist vor allem berühmt für die Qualität ihrer Weine und nicht für ihre Quantität. Die Toskana liegt an der dritten Stelle Italiens bei der Herstellung klassifizierter Weine und an achter Stelle bezüglich der produzierten Weinmenge. Tatsache ist, dass das Gebiet für den Weinanbau in der Toskana sehr begrenzt ist. Das ist auch der Grund warum die toskanischen Weinbauern seit den 70er Jahren ihr Augenmerk mehr auf die Qualität ihrer Weine lenkten und nicht auf die Quantität.


Von den 26 italienischen DOCG Weinen kommen immerhin sechs aus der Toskana. Das sind der Brunello di Montalcino, der Carmignano, der Chianti, der Chianti Classico, der Vernaccia di San Gimignano und der Vino Nobile di Montepulciano.


Das Aushängeschild der toskanischen Weinbaukunde ist der Rotwein Chianti Classico, der in 7 Zonen auf unterschiedliche Weise produziert wird. Die Basis aber für alle ist die Rebsorte Sangiovese, Die mit anderen Rebsorten in unterschiedlicher Menge vermischt wird. Daraus entstehen dann unterschiedliche Weine.


Das Symbol des Chianti Classico ist der schwarze Hahn. Der Umfang der toskanischen Weinproduktion nicht nur auf den Chianti begrenzt. Ein weitere sehr berühmter und auch teurer Wein, der auch von der Rebe Sangiovese stammt, ist der Brunello di Montalcino – ein Rotwein aus Siena. Der Brunello reift vier Jahre im Fass und weitere zwei Jahre in der Flasche.


Die Traube Sangiovese ist die Grundlage für einen weiteren, in der Region Siena angebauten Wein – der Vino Nobile di Montepulciano. Gegen Ende der 80iger Jahre entstand dann der Begriff Super Tuscans. Um sich, von den strengen Regeln denen die DOC und DOCG Weine unterworfen sind, zu lösen, hat eine nicht unbedeutende Anzahl von Winzern begonnen, mit Hilfe neuer Methoden eine neue Generation von Weinen ins Leben zu rufen. Alles begann vor vielen vielen Jahren mit der Rebe Sassicaia. Die Familie Antinori importierte einen Trieb Cabernet aus Bordeaux und pflanzte ihn 1944 in der Nähe von Bolgheri, an der toskanischen Küste, an. Ende der 70er Jahre zog die Sassicaia Rebe die Aufmerksamkeit einiger Weinexperten auf sich und eine neue Tendenz wurde erkennbar. Die Familie Antinori schuf einen neuen Wein, indem sie den Sangiovese und den Cabernet Sauvignon vereinigte – den Tignanello. Heute pflanzen und mischen die Weinbauern mit zunehmender Beliebtheit die Sangiovese Traube mit Cabernet, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Pinot Noir und anderen ausländischen Sorten.


Nicht alle Weine aus der Toskana sind Rotweine. Der bekannteste unter den Weißweinen ist der Vernaccia di San Gimignano. Der Bianco di Pitigliano, der im Süden der Toskana angebaut wird, ist ein weiterer berühmter Weißwein.


Noch fast unbekannt sind die Roseweine der Toskana, aber auch hier gibt es eine sehr große Auswahl.


Typische Restaurants in Florenz



 In Florenz isst man nicht immer in klassischen Restaurants zu Mittag oder zu Abend. Jetzt bevorzugen die Fiorentiner wirtschaftlichere Lösungen und deshalb erfreuen sich Trattorien und Osterien immer größerer Beliebtheit. Der Unterschied zwischen einer Trattoria und einer Osteria ist nicht sehr klar. Zum Unterschied zu einem Restaurant jedenfalls ist eine "Trattoria" bzw. eine "Osteria" familiärer. Es werden auch meist nur 2-3 verschiedene Menüs aus der toskanischen Küche angeboten. Ein kleiner Unterschied zw. "Trattoria" und "Osteria" wäre, dass in einer "Osteria" die Auswahl an Gerichten noch geringer und familiärer ist, als in einer "Trattoria".


All jene, die Kenner verschiedenster toskanischer bzw. italienischer Weine sind, sollten sich an eine "Enoteche" wenden. Enotheken bieten viele große Auswahl an erlesenen Weinen aus vielen Regionen an und offerieren dazu auch kleine Imbisse. Kleine Speisen begleiten für gewöhnlich die Weinverkostung.


Die Charakteristik einer "Fiaschetteria" sollte man nicht vernachlässigen. Hier werden den Besuchern Brötchen und Imbisse an der Theke angeboten, während man ein Gläschen Wein probieren kann. Zum Schluss sollte man noch die "Trippai" erwähnen (eine Art Schnellimbiss), an denen man Brötchen gefüllt mit "Trippa" bzw. Lampredotto, das sind Schwein- bzw. Rindermägen in pikanter Soße probieren kann.

 


Toscanische Küche


Die Fiorentiner Küche (und im allgemeiner die der Toskana) war ursprünglich eine ärmere Küche, die viele frische Zutaten verwendete und sich durch deren Vielzahl auszeichnete. Auch heute noch spiegelt die Fiorentiner Küche die Einfachheit des Kochens wieder. Heute wird nur mehr Wert auf die Qualität der Zutaten gelegt als früher. Außerdem werden verstärkt Kräuter wie Basilikum, Thymian, Petersilie, Rosmarin und Salbei verwendet. Die Vielfältigkeit an angebotenen Tomaten in der Toskana sucht seinesgleichen. Kräuter und Tomaten sind die Basis für viele toskanische Gerichte. Die Fiorentiner lieben das Fleisch, allem voran das Rindfleisch. Eine toskanische Spezialität ist das „Bistecca alla fiorentina“. Sie verwenden aber auch Schwein, Wild (vor allem Wildschwein und Hase). Tradition in der Toskana hat der „Trippa“ und der „Lampredotto“ (Rind- bzw. Schweinemagen). Diese beiden Gerichte kommen noch aus der Zeit, in der das Fleisch sehr teuer war. Nudeln gehören nicht unbedingt zum wichtigsten Bestandteil der toskanischen Küche, das Olivenöl jedoch umso mehr. Bei all diesen Gerichten darf der Wein nicht fehlen. Bevorzugt wird Rotwein aus der Region. Es gibt in Florenz und Umgebung auch einige Restaurants, die sich auf Fisch bzw. Meeresfrüchte spezialisiert haben. Sie sind darauf bedacht, nur frischen Fisch aus der Küstenregion der Toskana zu verarbeiten.


​​​​​APARTMENTS​​​​​



FLORENZ

​KUECHE
FLORENTINISCHE

Via Alamanni 7/R, Firenze

Tel. +39 0552382749

Fisch Restaurant

​"Pescheria San Pietro"



Typischer Geschmack aus Florenz: das Olivenöl



Seit der Zeit der Etrusker werden in der Toskana Oliven angebaut, die bis heute noch von Hand geerntet werden und zwar von Ende Oktober bis Mitte Dezember. Sind sie einmal in der Presserei angekommen, dann werden sie gereinigt, zerkleinert und zentrifugiert. Die besten kaltgepreßten Olivenöle erkennt man an seiner smaragd- bis fast dunkelgrüner Farbe, die sie erhalten wenn die Oliven innerhalb von 24 Stunden vom Baum zur Presse gelangen. Das Olivenöl aus der Toskana zählt zu den besten Ölen weltweit


Rezepte und typische florentinische Küche



 Komm, erzähl mal, wie ist die Bistecca alla Fiorentina?”


Wenn wir nach einem Urlaub in Florenz nach Hause zurückkehren, bereiten wir uns darauf vor, tausend Mal und mehr auf diese Frage antworten zu müssen. Weshalb, das ist bekannt: ein Urlaub in der Toskana ist vor allem ein Aufenthalt mit vorzüglicher Öno-Gastronomie.


Wenn wir auch im Web an Reiseführerern, die übervoll sind mit Ratschlägen, in welches Restaurant man gehen soll, um das Steak zu essen (... oder auch die “Minestra di Pane” und die “Pappa al Pomodoro”...), eine Unmenge finden, wollten wir dennoch die Gerichte und die typischen Rezepte erwähnen, die bei den meisten Touristen weniger bekannt sind.


Beginnen wir mit dem Brötchen mit Lampredotto oder der Trippa. Dieses schmackhafte “Street-Food” können wir vor allem an den Ständen finden, die auf den Wochenmärkten Lebensmittel verkaufen. Die wahren Florentiner essen das Brötchen in der Mittagspause. Doch wir können uns Lampredotto und Trippa auch in Plastikschalen einpacken lassen und es uns dann in dem für unsere Ferien gemieteten Appartament in Florenz schmecken lassen.


Wir haben ganz vergessen, was sind Trippa und Lampredotto? Teile des Rindermagens gekocht in einer Mischung aus Gemüse.


Eine andere Köstlichkeit sind die Coccoli. Es handelt sich um Kugeln, die aus Brotteig gemacht und in kochendem Öl frittiert werden. Sie können “Natur” gegessen werden oder aber mit Stracchino und toskanischem Schinken.


Wenn wir stattdessen verrückt sind nach Süßem in der Vorratskammer unserer Ferienvilla in Florenz, dann dürfen die “Brutti ma Buoni” nicht fehlen und – je nach Jahreszeit – il Pan di Ramerino (ein süßes Brötchen mit Rosmarin), die süße Schiacciata alla Fiorentina (nicht zu verwechseln mit der Schiacciata all’olio – mit Öl)...